Coronavirus: Was du als Hundehalter jetzt wissen musst

Das Coronavirus hat nun auch unseren Alltag erreicht und verunsichert viele Hundehalter. Kann ich mit meinem Hund während einer Ausgangssperre noch raus gehen? Was mache ich mit ihm in einem Quarantänefall? Wir haben für euch die wichtigsten Infos zusammengetragen.

Disclaimer: Bitte beachte, dass die Infos zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Blogbeitrags (21.03.) aktuell sind. Diese können sich allerdings, aufgrund der schnellen Entwicklung der Coronakrise, auch verändern. Der Beitrag enthält zudem Werbung, weil wir andere Seiten verlinken/ nennen und ggf. weil Marken sichtbar sind oder genannt werden.

Kann das Coronavirus (Covid-19) durch/auf Hunde übertragen werden?

Frauchen umarmt Hund

Dieses Thema kam nach einer Berichterstattung auf, weil an der Nase eines Hundes in China Spuren des Virus nachgewiesen wurden. Es wird aber davon ausgegangen, dass der Hund eine infizierte Persona abgeleckt hat und auf diesem Weg mit dem Virus in Kontakt gekommen ist. Weiterhin war der Hund komplett symptomfrei. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine gesicherten Hinweise darauf, dass das Virus von Hunden oder Katzen auf Menschen übertragbar ist.

Das bestätigt auch die US-Gesundheitsbehörde CDC und empfiehlt beim Umgang mit Haustieren Hygienemaßnahmen einzuhalten. Infizierte Halter sollten zudem den Kontakt zu ihrem Tier auf ein Minimum beschränken und wenn möglich jemand anderes mit der Fürsorge beauftragen.

Tierheime werden wegen Unwissenheit noch mehr überlastet

Übrigens haben auch Tierheime mit der aktuellen Situation stark zu kämpfen. Es soll tatsächlich unwissende Hundehalter geben, die aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus durch den Hund diesen lieber abgeben. Auch andere Haustiere sind vor diesem Schicksal nicht gefeit. Für mich persönlich ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar und ich vermute, dass diejenigen das Tier schon lange vorher (aus Gründen) loswerden wollten.

Was solltest du im Umgang mit deinem Hund beachten?

Essen teilen mit HundGenerell solltest du aktuell:

  • dir nicht das Gesicht oder Hände ablecken lassen
  • dir regelmäßig die Hände waschen vor allem wenn du vom Gassi gehen wiederkommst
  • dein Essen nicht mit deinem Hund teilen
  • Abstand zu anderen Hund-Mensch-Teams halten
  • deinen Hund nicht unbedingt von anderen Menschen anfassen lassen
  • lieber an einen abgelegenen Orten Gassi gehen, wo du niemanden triffst

Kann ich noch zum Tierarzt gehen?

Viele Tierärzte haben aktuell noch auf, aber viele haben ihre Öffnungszeiten geändert und bestimmte Schutzmaßnahmen ergriffen. Unser Tierarzt verweigert Haltern den Zutritt, die Fiebersymptome haben. Außerdem werden Wartende räumlich getrennt, pro Tier gibt es nur noch eine Begleitperson und die Sprechstunde findet nur vormittags statt. Generell solltest du vor einem Tierarztbesuch in der Praxis anrufen und den Anweisungen deines Tierarztes Folge leisten.

Was mache/darf ich bei einer Ausgangssperre mit meinem Hund? Darf ich noch Gassi gehen?

Ausgangssperre ist nicht gleich Quarantäne. Bei einer Ausgangssperre darfst du mit deinem Hund noch raus (so ist es zumindest bei den Bundesländern geregelt die sowas schon in Kraft gesetzt haben). Allerdings solltest du die Runden eher klein und in Wohnungsnähe halten.

Damit dir deine Fellnase nicht die Bude auseinander nimmt ist es wichtig für einen Ausgleich und eine Beschäftigung zu sorgen. Lies dazu gerne unseren Beitrag “Krank mit Hund” – aber bedenke, dass du dich nicht auf Hundewiesen mit anderen Haltern treffen solltest. Setze stattdessen auf Kopfarbeit. Bei den Intelligenzspielzeugen können wir dir auch dieses von Trixie sehr empfehlen: https://amzn.to/2WCFAPF*.

Weitere Tipps zur Kopfarbeit findet ihr hier:

Was mache ich mit meinem Hund, wenn ich in häuslicher Quarantäne bin?

Wie der Ablauf während einer Quarantäne ist, kannst du im Infektionsschutzgesetz nachlesen. Bist du in häuslicher Quarantäne darfst du dein Zuhause nicht mehr verlassen. Auch nicht zum Gassi gehen. Sonst drohen saftige Geld- und sogar Freiheitsstrafen. Im Ernstfall musst du dir jemanden suchen, der mit deinem Hund mehrfach am Tag rausgehen kann. Das Gesundheitsamt verweist da auf Freunde, Familie, Gassigänger oder Tierpensionen.

Falls alle Stricke reißen (und alle, die wir fragen können in Quarantäne sind) haben wir übrigens einen kleinen Vorrat an Trainingsunterlagen, wie sie bei Welpen verwendet werden. Aber wir hoffen, dass wir diese niemals einsetzen müssen. Übrigens soll es helfen auf diesen etwas Urin des Hundes zu verreiben, damit dieser sie auch annimmt.

Weitere gute Informationsquellen rund um das Thema Coronavirus und Hund:

Du willst dich noch weiter informieren? Diese Beiträge können wir empfehlen:

Was wir dir außerdem noch empfehlen

  • Bleib auf dem Laufenden, checke aber nicht ständig die News und wenn eher von vertrauenswürdigen Quellen wie dem Bundesgesundheitsministerium, dem RKI oder der WHO
  • gute Infos zum Thema Coronavirus liefert auch quarks.de
  • verbreite keine Fake News, die du über irgendwelche Kanäle wie Whatsapp bekommst
  • wasche dir regelmäßig und vor allem richtig die Hände
  • falls du dich langweilst dann probiere doch eines dieser 60 Indoor-Aktivitäten aus (diese sind auf Englisch)
  • mache keine Hamsterkäufe und unterstütze stattdessen Risikogruppen und andere Menschen, die es gerade nicht einfach haben

Und was machen Loki und ich jetzt?

Hund unterm SchreibtischWer uns auf Instagram folgt hat es bestimmt schon gesehen: Wir sind seit KW 12 auf unbestimmte Zeit im Homeoffice (und sind darüber auch sehr froh!). Herrchen ist aktuell krank geschrieben und wir schauen mal, ob er dann auch auf von Zuhause aus arbeiten kann. Loki hat sich recht schnell an die veränderte Lebenssituation gewöhnt. Früher hatten wir auch oft Homeoffice gemacht, jedoch nie so lange am Stück. Die Kommunikation mit den anderen Kollegen klappt übrigens dank Videokonferenzen und Chats sehr gut.

Trotzdem ist meine Stimmung Anfang der Woche etwas gekippt. Aktuell sind zwei meiner engsten Angehörigen im Krankenhaus (beide nicht wegen Corona, aber es geht ihnen schlecht). Dort herrscht schon seit einigen Wochen Besuchsverbot, was sich natürlich auch auf das Gemüt der Patienten auswirkt (aber notwendig ist). Weitere Familienmitglieder, die einer Risikogruppe angehören können nicht mehr raus und ihrem gewohnten Alltag nachgehen. Dazu noch die 24/7-Apokalypse-Nachrichten, Herrchen’s Männergrippe und mein angegriffenes Immunsystem hatten mich Anfang der Woche ziemlich runtergezogen. Prompt hat natürlich auch Herr Labrador meine Anspannung bemerkt und ist wieder in alte, fast schon pubertäre Verhaltensmuster zurückgefallen.

Stay positive!

Das hat sich allerdings wieder gelegt als ich mich wieder gefangen habe. Wir entwickeln langsam eine Homeoffice-Routine und ich versuche mich eher auf positive Dinge zu konzentrieren: Ich kann länger schlafen, habe mehr Zeit (da der lange Arbeitsweg wegfällt) und komme öfter dazu Sport zu machen. Außerdem bin ich trotz allem sehr dankbar, zum Beispiel das ich überhaupt noch einen Job habe, dank Hund regelmäßig rauskomme und das wir nicht in Quarantäne sind.

Achtetet daher gut auf euch, bleibt gesund und bleibt soweit es geht Zuhause!

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