So klappt es mit einem (aufgeregten) Bürohund

Anfang des Jahres hatte ich euch beschrieben, wie ich Vollzeitjob und Hund unter einen Hut bekomme. Denn Anfang des Jahres hatte ich eine neue Stelle angetreten, wo Loki (doch) nicht mit durfte. Das hat sich glücklicherweise inzwischen geändert.

Wie hat sich unser Büroalltag im Vergleich zu seiner Welpen- und Junghundezeit im Büro verändert? Und wie ist es mit einem aufgeregten Bürohund? Kann das gut gehen? Diese und weitere Fragen beantworte ich dir in diesem Beitrag.

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Job und Hund miteinander vereinbaren

Die Vereinbarung von Job und Hund ist mir sehr wichtig. Als ich Loki adoptiert habe, hatte ich das große Loki einen sehr verständnisvollen Arbeitgeber zu haben bei dem generell Hunde, und auch Welpen, erlaubt waren. Hätte ich ihn nicht von Anfang an mit auf Arbeit nehmen können, dann hätte ich höchstwahrscheinlich auf einen eigenen Hund verzichtet, da ich Vollzeit gearbeitet hatte.

Loki mit Bürohunde Halstuch

Wenn Bürohunde nicht erlaubt sind

Als Loki fast 2 Jahre alt war, habe ich den Arbeitgeber wechseln müssen und hier hätte es fast auch mit dem Mitnehmen geklappt. Allerdings konnte ich hier Teilzeit arbeiten und verbrachte meine Mittagspausen damit nach Hause zu fahren und Gassi zu gehen. Allerdings war das ganz schön anstrengend und aus Gründen habe ich mich nach einem anderen Arbeitgeber umgeschaut.

Bei meiner aktuellen Anstellung hatte ich anfangs die Hoffnung ihn mitnehmen zu können, da ich wusste, dass es dort schon Bürohunde gibt. Dies war allerdings zu Beginn nicht möglich, so dass mein Mann und ich uns die Betreuungszeiten trotz Vollzeitjobs aufgeteilt haben. Da Loki gut alleine bleiben kann, hat dies auch sehr gut geklappt.

Seit Kurzem darf Loki wieder mit ins Büro

Nach einigen Wochen hatte mich dann mein Chef mit der wundervollen Nachricht überrascht, dass ich Loki doch mit auf Arbeit nehmen kann – vorausgesetzt ich nehme mich dem Projekt „Bürohund“ an und etabliere (neue) Regeln, die für alle gelten und womit alle leben können. Gesagt, getan – dank der Hilfe von ausgewählten Kolleginnen, die auch Hunde-Erfahrung haben.

Ich bin sehr dankbar, dass ich wieder die Chance habe Loki mit auf Arbeit nehmen zu können 🙂

Mit einem aufgeregten Hund ins Büro

Seit Juni begleitet mich Loki nun regelmäßig ins Büro. Ich war zu Beginn sehr gespannt zu sehen, wie sich unser Büroalltag im Vergleich zu früher (wo er noch jünger war) verändern würde. Was sich auf jeden Fall geändert hat, war das Setting: Anlässlich unseres Büro-Umzuges habe ich mich bewusst für einen Platz in einer hinteren Ecke entschieden, bei dem man nicht die ganze Zeit die Tür im Blick hat.

Der passende Rückzugsort

Weiße Zäune für BürohundeAußerdem habe ich mich anstelle einer Box für ein Körbchen entschieden, was er Zuhause auch schon hat. Dies war nicht nur aus Platzgründen, sondern weil ich mittlerweile weiß, dass er lieber im Körbchen schläft als in der Box (obwohl wir auch eine zu Hause haben). Neben dem Körbchen habe ich noch diese Zäune * besorgt, die ich um meinen Schreibtisch stelle. Somit hat Bürohund Loki einen eigenen, abgesperrten Bereich und muss nicht angeleint sein. Außerdem ist er so gut gesichert, wenn ich mal nicht im Raum bin und kann nicht eigenständig jeden Kollegen begrüßen. Es gibt ja auch Mitarbeiter, die Angst vor (großen) Hunden haben. Somit nehme ich ihm auch die Entscheidung ab, wann er zu Kollegen darf.

Beschäftigung im Büro

Damals hatte ich ihm öfters einen Kauartikel zum Beschäftigen gegeben. Aufgrund von Loki’s Futtermilbenallergie kriegt er sowas aber nicht mehr. Obwohl Loki die meiste Zeit vor sich hin döst oder ab und zu schläft, wird es ihm manchmal langweilig. Dann gebe ich ihm eine Art hohles Spielzeug, das ich mit seinen Leckerlis fülle. Sehr beliebt ist auch diese befüllbare Schlange von Trixie *. Außerdem hat er noch einen Ball und ein Kuscheltier. Manchmal bringe ich auch Spielzeuge von Zuhause mit, damit er etwas Abwechslung hat. Am liebsten spielt er jedoch mit den Kollegen 🙂 Oder wir machen mal 5 Minuten ein Suchspiel im Büro, bei dem ich Leckerlis verstecke und er sie finden muss.

Unser neue Büroalltag-Routine

aufgeregter Hund im BüroGenerell bin ich immer die Erste im Büro, da ich schon um halb 7 anfange. Dies ist noch der Anfangszeit geschuldet, als ich Loki nicht mit auf Arbeit nehmen konnte und mein Mann und ich uns zeitlich reinteilen mussten. Nun hat sich mein Körper inzwischen umgestellt, so dass ich auch an Tagen, an denen Loki mitkommt, gegen 5 Uhr aufstehe. Und wir können eher Feierabend machen, was auch sehr schön ist.

Morgen-Routine

Früher bin ich mit ihm schon bei uns Zuhause die Morgenrunde gelaufen. Heutzutage machen wir das direkt bei der Arbeit. In der Nähe gibt es einen Feldweg, der sich für Spaziergänge gut eignet. Da wir schon so früh dran sind, muss ich aktuell eine Stirnlampe mitnehmen, da ich sonst auf dem Feld nix sehe (und dort gibt es allerhand Wild). Außerdem haben wir gerade in dieser Jahreszeit immer Gummistiefel und seinen Bademantel mit, da wir schon von Regen überrascht wurden und ein nasser Bürohund (oder nasse Füsse) keine Freude ist.

Aber so früh im Büro zu sein, hat bei einem aufgeregten Hund wie Loki seine Vorteile: Frühs halten sich die Reize in Grenzen und er kann in Ruhe ankommen und noch eine Runde schlafen, bevor der erste Kollege kommt.

Sein Frühstück bekommt Herr Labrador übrigens nicht wie damals im Büro, sondern zu Hause, da wir Barfen.

Mittags-Runde

Bürohund in der NaturDurch unseren frühen Start in den Tag machen wir unsere Mittagsrunde schon zwischen 10 und 11. Je nachdem, was an dem Tag für Meetings anstehen. Somit kommen wir wieder nicht in die Zeit, wo alle Gassi gehen und für Loki ist es stressfreier. In dem Betriebskomplex gibt es nämlich noch andere Hunde, die anderen Firmen zugehörig sind.

Meist gehen wir eine größere Runde als morgens und manchmal treffen wir auch andere Bürohunde. Dies bedeutet für Herrn Labrador aber wieder eine große Aufregung. Nach der Gassirunde ist er dann richtig müde und schläft oder döst weiter. Wenn wir dann Feierabend haben gehen wir vor Ort noch mal Pippi machen, bevor wir heimfahren.

Viel Ruhe und so wenig Stress wie möglich

Da er so schnell aufgeregt ist, versuche ich die Arbeit mit so viel Ruhe wie möglich zu verknüpfen.

Bürohund schläft unterm Tisch

Entspannung fördern

Gerade in der Anfangszeit habe ich begleitend noch Beruhigungstropfen gegeben, die ihm geholfen haben abzuschalten. Ruhiges Verhalten (z.B. wenn er von sich aus in sein Körbchen geht) belohne ich verbal mit einer ruhigen Stimme. Manchmal schicke ich ihn auch in sein Bett, wenn er nicht so richtig weiß, was er machen soll. Da ich ihm in diesem Moment Entscheidungen abnehme, kann sich meiner aufgeregter Bürohund besser entspannen.

Der Hund muss nicht jeden Tag mit

Nach einem Tag im Büro ist Loki übrigens fix und fertig (sogar am nächsten Tag noch). Daher nehme ich ihn nur 2x die Woche mit und wenn möglich ist immer ein Ruhetag dazwischen. Reizempfindliche Hunde wie Loki brauchen besonders viel Ruhe, um die Eindrücke verarbeiten zu können und Stress abzubauen. Er weiß mittlerweile diese Auszeiten auch zu schätzen und nimmt sie sich auch.

Und jetzt wollen wir von dir wissen: Nimmst du deinen Hund mit auf Arbeit?

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