Futtermilben als Allergieauslöser

Als im Herbst 2017 Loki’s Leidensweg mit Allergien losging war uns noch nicht klar, was genau der Auslöser ist. Angefangen hatte es mit wund genagten Pfoten, starkem Juckreiz und Erbrechen. Viele verschiedene Allergietests musste Herr Labrador schon über sich ergehen lassen und nur ein einziger Vortest davon war positiv – der auf Futtermilben.

Rückblickend macht das für mich auf jeden Fall Sinn, denn Loki musste sich schon öfters nach dem Verzehr von Leckerlis einer bestimmten Marke öfters hintereinander übergeben. Allerdings vermutete ich damals eher, dass er eine bestimmte Tierart nicht verträgt.

Beim Nachtest- den wir übrigens noch einmal wiederholen mussten, da unser Tierarzt vergessen hatte beim Labor den Nachtest anzufordern – kam allerdings ein Wert heraus, den unser Tierarzt nicht für „behandlungswürdig hielt.

Bei Loki wurde letztendlich eine atopische Dermatitis diagnostiziert, die vermutlich (auch) durch Umweltallergene ausgelöst wird.

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Was sind Futtermilben und wo sind sie zu finden?

Wusstest du, dass Futtermilben zu den Spinnentieren zählen und in Getreide, Futtermitteln, Mehl u.Ä. vorkommen? Die Milben können bei getrocknetem Hundefutter bei jeder Station der Produktionskette dazukommen. Selbst, wenn das Futter nicht direkt beim Hersteller „verunreinigt“ wurde, kann dies auch direkt im Zuhause des Hundes passieren, da Futtermilben wohl auch im Hausstaub vorkommen können. Offene Futtersäcke, warme Temperaturen und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit prädestinieren die Vermehrung von Futtermilben. Weitere Infos zum Thema findet ihr hier und hier.

Verzichten wir jetzt auf getrocknete Leckerlis und Kauartikel?

Futtermilben in LeckerlisNach dem ganzen Hin und Her der Allergietests war ich damals ziemlich skeptisch und irritiert. So gaben wir ihm testweise immer mal Getrocknetes, wie Kauartikel. Sehr oft wurden seine Symptome danach schlimmer und er fing sich nachts wieder zu lecken an. Manchmal war es so schlimm, dass er von alleine nicht mehr aufhören konnte. Somit waren die Nächte für alle Beteiligten echt kurz.

Kurze Zeit später haben wir dann den Entschluss gefasst ihm gar nichts Getrocknetes mehr zu geben, so dass wir Futtermilben weitesgehend komplett vermeiden können. Seitdem hat er kaum noch Beschwerden und wir konnten sein Medikament, welches er wegen seiner Allergien nehmen musste, vor mehr als 4 Monaten komplett absetzen.

Ist Loki jetzt allergiefrei?

Obwohl wir jetzt schon seit einigen Monaten auf Getrocknetes verzichten, hat er von Zeit zu Zeit Allergiesymptome, wie verstärkten Augenausfluss, mehrfaches Niesen, juckende Pfoten und ein juckendes Hundeschnäuzchen. Diese beobachten wir vor allem, wenn er im hohen Gras unterwegs war (auf Grasmilben wurde allerdings schon mehrfach negativ getestet).

Trotzdem sind diese Symptome bei Weitem nicht so stark, wie früher, als er noch getrocknete Leckerlis und Kauartikel bekommen hatte. Daher denke ich, dass er auf mehrere Allergene reagiert, wobei Futtermilben definitiv eins sind.

Wie vermeiden wir Futtermilben und was füttern wir stattdessen?

Loki mit Möhrenstücken ohne FuttermilbenLoki wird seit über einem Jahr gebarft, das heißt er bekommt Rohfutter und kein Trockenfutter. (Tiefgefrorenes) frisches gewolftes Muskelfleisch, Pansen, Innereien, Knochen, Fett, Fisch sowie Obst/Gemüse und Zusätze. Für Leckerlis nutzen wir klein geschnittenes Obst und Gemüse (Möhren, Äpfel, Kohlrabi eignen sich dafür sehr gut) sowie Würstchen/Käse. Leberwurst kriegt er außerdem für den sicheren Rückruf als Jackpot.

Es ist schon eine Umstellung und gerade jetzt, wo er auch ab und zu mit ins Büro kommt, muss ich darauf achten, dass er von anderen keine herkömmliche Leckerlis bekommt.

Manche schlagen ja auch vor, dass man normale Kauartikel (wie ein Rinderohr) abwäscht und/oder einfriert. Durch das Einfrieren werden ja die Milben abgetötet und das Abwaschen soll den Kot der Tiere entfernen. Allerdings sieht man die Viecher und ihre Hinterlassenschaften mit dem bloßen Auge ja nicht, weshalb es meiner Meinung nach schwierig ist die Milben zu 100% zu beseitigen.

Was tun wir für die Zahnpflege, wenn er keine Kauartikel bekommt?

Zahnpflege ohne KauartikelMal eine ganze Möhre, mal eine Kauwurzel oder Kauholz, Wir hatten auch mal so ein Plastikspielzeug ausprobiert, was beim „Zähne putzen“ helfen soll, aber er hatte es in Nullkommanix zerlegt. Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit diesem Pulver* gemacht, was man ins Futter gibt. Seine Zähne kontrolliere ich im Rahmen unseres Körperpflegeprogramms sowie medizinisches Training ca. einmal die Woche. Bisher haben wir noch nicht mit Zahnstein zu kämpfen und putzen aber auch nicht „aktiv“ seine Zähne.

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