(Wie oft) solltest du deinen Hund impfen? | Anzeige

Neben Kastration, Hundeerziehung und Ernährung zählt das Impfen des Hundes zu den großen (Reiz-)Themen unter den Hundehaltern.

Disclaimer: Wie du sicher weißt, bin ich kein Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Ähnliches. Nehme daher meinen Beitrag eher als Denkanstoß selbst aktiv zu werden, dich über das Thema zu informieren und selber eine Meinung zu bilden. 🙂

[Info: Dieser Beitrag enthält Werbung, da Marken genannt werden. Die gezeigte Impfausweishülle wurde mir im Rahmen einer Kooperation mit dem Onlineshop „Madame Fèvrier“ freundlicherweise kostenfrei zur Verfügung gestellt. |

Die Grundimmunisierung bis zum 15. Lebensmonat

Als Loki mit 8 Wochen zu uns kam, hatte er bereits seine erste Impfung für die Grundimmunisierung. Der Impfempfehlung des Tierarztverbandes (bzw. der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut) zufolge, sollte ein Hund im Laufe seines ersten Lebensjahres folgende Grundimmunisierung bekommen:

  • mit 8 Lebenswochen Parvovirose, Staupe, Leptospirose, (Hepatitis = HCC)
  • mit 12 Lebenswochen Parvovirose, Staupe, Leptospirose, (HCC), (Tollwut)
  • mit 16 Lebenswochen Parvovirose, Staupe, (HCC)
  • mit 15 Lebensmonaten Parvovirose, Staupe, Leptospirose, (HCC), (ggf. Tollwut4)

Anschließend gibt es die Wiederholungsimpfungen. Demzufolge sollte Tollwut alle 2-3 Jahre (seit 2015), Parvovirose, Staupe, HCC alle 3 Jahre und Leptospirose jährlich aufgefrischt werden. Darüberhinaus gibt es noch Impfungen, die je nach Lebenssituation/Umfeld als ratsam gelten. Dazu zählen Borreliose, Leishmaniose, Pilzinfektionen und Zwingerhusten.

Immer mehr Hundehalter lassen ihre Hunde seltener oder gar nicht impfen

Zugegeben bisher hatte ich mich nicht groß mit dem Thema Impfung auseinandergesetzt und blind auf meinen Tierarzt vertraut. Durch unsere Allergie-Odyssee bin allerdings verunsichert und stelle vieles in Frage. In unserer MiDoggy-Community kam das Thema Impfen ebenfalls schon mal auf und einige Hundehalter haben bereits verkündet, dass sie auf die meisten (oder sogar alle) Impfungen verzichten (wollen). Ich war ehrlich gesagt zu Beginn etwas erstaunt darüber und sehr neugierig.

Ich bin dann auf Silke’s Beitrag vom Blog „Herzenshund gesund“ gestoßen. Darin erklärt sie u.a., dass Studien belegt haben, das jährliche Impfungen den Impfschutz nicht erhöhen. Daher hat sie sich dazu entschieden nur noch alle 3 Jahre gegen Tollwut impfen zu lassen. Außerdem befürwortet sie eine Grundimmunisierung gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose.

Ein ebenfalls toller und sehr detaillierter Artikel rund um das Thema Impfung beim Hund liefert Anja vom vet-dogs.de. Ihr Beitrag möchte ebenfalls Input zum Thema geben und zum Nachdenken anregen – mal aus der Sicht eines Tierarztes, die ebenfalls Hundehalterin ist.

Welche Impfungen gibt es und wie lange hält der Impfschutz an?

Madame Fevrier Impfausweishülle

Leptospirose-Impfungen, die der Tierarztverband empfiehlt, sind allerdings laut Silke’s Beitrag umstritten, da ein Impfschutz nicht garantiert ist, weil er nur einen kleinen Erregerteil abdeckt. Wusstest du das schon? Ich (bisher) nicht!

Genauso wie Tollwut, was nicht impfpflichtig, aber anzeigepflichtig ist. Bekommt dein Hund aufgrund fehlender Impfung Tollwut, muss der Tierarzt dies dem zuständigen Veterinäramt mitteilen. Im Worst-Case wird (bei fehlendem gültigen Impfausweis) der Hund eingezogen und eingeschläfert. Danach werden Proben des Gehirns entnommen und diese werden nach den entsprechenden Krankheitserregern überprüft.

Studien zufolge soll der Impfschutz bei den Virus-Infektionen Parvovirose und Staupe bis zu 7 Jahre anhalten. Nach Ablauf dieser Zeit sollte eine Nachimpfung erfolgen. Dies gilt auch für Hepatitis (HCC).

Dann gibt es noch Zwingerhusten, der bestimmt bei Tierheimen und Ähnlichem Sinn macht, und Borreliose. Letzteres ist eine Erkrankung, die durch Zeckenbisse übertragen wird. Impfungen dagegen sind ebenfalls umstritten, da der Impfstoff nur gegen eine von drei Borrelienarten wirken soll.

Letztes Jahr hatte Loki recht viele Zecken mitgebracht – zumindest bis wir das Anti Flöhe- und Zeckenspray von Lila Loves it* ausprobiert hatten. Bei uns hat es richtig gut funktioniert, aber Loki hasst es sich damit einreiben zu lassen. Meistens versteckt er sich unter irgendeinem Tisch und kommt auch für ein Stück Käse kaum vor. Das Spray ist übrigens auf pflanzlicher Basis und enthält u.a. Eucalyptus-Öl.

Gegen was wurde Loki bisher geimpft?

Impfungen im Impfausweis

Ehrlich gesagt hatte ich bis zum Schreiben dieses Beitrages keine 100%-Klarheit darüber, gegen was Loki (neben der Grundimmunisierung und Tollwut) eigentlich bisher geimpft wurde. Anfangs bin ich aus seinem Impfausweis nicht schlau geworden. In dem Abschnitt „sonstige Impfungen“ gibt es schon eine Reihe an dokumentierten Impfungen. Allerdings sind diese nicht bezeichnet, völlig intransparent und es gibt nur kleine Aufkleber mit dem Hersteller und Namen des Impfstoffes. Nur durch mühsames Googlen konnte ich mir Loki’s bisherige Impfhistorie zusammensuchen:

  • 2016 (Loki’s Geburtstjahr): Tollwut, Staupe, Hepatitis (HCC), Parvovirose, Parainfluenza, Leptospirose, Bordetella (bronchiseptica)
  • 2017: Tollwut, Parainfluenza, Bordetella (bronchiseptica), Staupe, Hepatitis (HCC), Parvovirose, Leptospirose
  • 2018: Parainfluenza, Bordetella, Leptospirose

Wie du sehen kannst, wurde unser Labrador u.a. gegen Parainfluenza und Bordetella geimpft – Erkrankungen, die beim Tierarztverband gar nicht erwähnt werden.

Eine Impfung gegen Parainfluenza mindert die Folgen eines Zwingerhustens ab, verhindert die Ansteckung mit diesem aber nicht. Das wäre unter Umständen sinnvoll, wenn der Hund regelmäßig Hundekontakt hat (wie im Tierheim, der Hundeschule oder HuTa). Bordetella bronchiseptica ist ein Bakterium, was zu Zwingerhusten führen kann.

Unser persönliches Fazit zum Thema Impfen

Schwarzer Labrador

Ich kann nur jedem empfehlen, sich mal den Impfausweis seines Hundes näher anzuschauen und sich zu informieren. Ich habe mich inzwischen in das Thema etwas eingelesen und dazu auch Rücksprache mit einer Tierheilpraktikerin gehalten. Sie bestärkte meine Ansicht, dass für Loki eine Impfung gegen Parainfluenza und Bordetella keinen Sinn macht, da er nicht in die HuTa oder Ähnliches geht und die Hundekontakte überschaubar sind. Leptospirose werden wir jetzt auch auslassen, zu mal der Schutz ja recht lange anhalten soll. Tollwut wäre bei uns erst 2020 dran und dann würde – zumindest laut Tierarztverband – eine Auffrischung von Parvovirose, Staupe und HCC. Die letzten drei werden wir uns aber überlegen, da neue Studien wie gesagt belegen, dass der Impfschutz weiter länger anhält.

Kennst du schon Madame Fèvrier?

Wo wir gerade noch beim Impfausweis sind: Ich bin übrigens seit kurzem stolze Besitzerin dieser wunderschönen Ausweishülle von Madame Fèvrier. Der Onlineshop wird betrieben von Jule vom Youtube-Kanal „Abenteuer Hund“, die wir zusammen mit ihrem Hund Mailo schon zwei Mal treffen durften. Sie näht wunderschöne Gassitaschen, Leckerlibeutel, faltbare Trinknämpfe und stellt sogar selbstgemachte Leinen und Halsbänder her.

Falls du mal Lust hast auf „Madame Fevrier“ stöbern zu gehen (bei den schönen Stoffen auf jeden Fall ein Muss!), dann nutze auf jeden Fall unseren Rabattcode „Loki19“ und erhalte 19% Rabatt auf deine Bestellung.

Der Gutscheincode kann nur einmal eingelöst werden und ist bis zum 17.04.2019 gültig! Außerdem ist der Rabattcode auf die ersten 100 Nutzer limitiert – schnell sein lohnt sich also 😉

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