Vollzeitjob und Hund – geht das?

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Wenn du mir bereits auf Instagram folgst, dann wirst du es schon wissen: Herrchen und ich haben zum neuen Jahr den Arbeitgeber gewechselt. Ich habe also nicht nur eine neue Stelle, sondern arbeite jetzt wieder Vollzeit. Ob ich Loki wieder mit auf Arbeit nehmen kann und wie wir unseren neuen Alltag managen, verrate ich dir jetzt!

Darf Loki wieder ein Bürohund sein?

Welpe Loki auf einer Decke im BüroDas neue Jahr begann für mich mit einer neuen Herausforderung: Ich hatte meinen Arbeitgeber gewechselt und jetzt eine völlig neue Stelle angenommen. Ich bin immer noch in der E-Commerce-Branche und im Online Marketing tätig, aber habe jetzt ein ganz anderes Aufgabenfeld und eine größere Verantwortung. Aber gehen wir ein paar Schritte zurück: Ich war bei meinem neuen Arbeitgeber zu mehreren Vorstellungsgesprächen eingeladen, da ich für verschiedene Stellen in Frage kam. In der Wartelounge gibt es eine Wand mit Mitarbeiter-Polaroids, auf denen auch Hunde zu sehen waren. Beim zweiten Bewerbungsgespräch kam das Thema Hund auf und es hieß, dass es viele hundefreundliche Kollegen gibt. Zusammen mit kununu-Bewertungen, bei denen angegeben wurde, dass Hunde erlaubt sind, war meine Hoffnung groß Loki mitnehmen zu können.

Diese wurde aber gleich am ersten Arbeitstag zerstört, denn es gibt zwar Hunde dort – ABER nur Mitglieder des Vorstandes dürfen ihre Hunde mitbringen. [Edit: Offenbar wird auch bei anderen, die nicht Vorstandsmitglieder sind, eine Ausnahme gemacht. Aber nur nicht bei den „normalen“ Mitarbeitern.] Offiziell wird die allgemeine Ablehnung von Bürohunden mit den Argumenten begründet, dass es auf meiner Etage Teppich und Allergiker gibt. Und es kann ja auch nicht sein, dass „jeder sein Tier mitbringt“. Ehrlich gesagt macht dies für mich keinen Sinn, wenn trotzdem Hunde dort rumlaufen (auch, wenn es vielleicht nicht jeden Tag der Fall ist). Im Bürokomplex gibt es zudem noch Bürohunde anderer Firmen.

Bürohund Loki mit Decke und SpielzeugDu kannst dir bestimmt vorstellen, wie groß meine Enttäuschung darüber war. Gerade in meiner Branche sind Bürohunde keine absolute Seltenheit. Bei meinem vorvorherigen Arbeitgeber hatte ich (trotz Vollzeitjob) Loki immer mit und Bürohunde sind dort bis heute gern gesehen. Bei meinem letzten Arbeitgeber, wo ich nur 32 Stunden gearbeitet hatte, hätte es fast auch geklappt. Zumindest das Okay vom Chef gab es vorab, leider scheiterte es an ein paar Kollegen, die (warum auch immer) dagegen waren.

Glücklicherweise gibt es Initiativen, wie der Bundesverband für Bürohunde e.V., die das ändern wollen (not sponsored!).

Wie sieht unsere Hundebetreuung während des Vollzeitjobs aus?

Nun wollte ich aber den Job und musste sehen, wie ich alles unter einen Hut bekomme. Wir haben schon öfters über einen Dogsitter nachgedacht und ich hatte sogar schon jemanden rausgesucht und angeschrieben. Allerdings tue ich mich schwer mit dem Gedanken Loki in fremde Hände zu geben, zu mal er anderen Hunden schnell zu anstrengend wird (weil er deren Grenzen nicht akzeptiert und ständig zum spielen animieren will). Eine HuTa kommt für uns außerdem nicht in Frage, da Loki dort nie schlafen würde und dann nur noch ein anstrengendes Nervenwrack wäre. Herrchen und ich sind dann zum Schluss gekommen. Herrchen und ich haben uns daher darauf geeinigt es erst mal ohne fremde Hilfe zu probieren.

Unsere Lösung ist es zeitversetzt zu arbeiten. Ich fange zwischen 6 und halb 7 Uhr morgens an und Herrchen übernimmt seit Januar wochentags die Morgenrunden (und das Frühstück). Das frühe Aufstehen ist ein Opfer, dass ich gerne für Loki bringe. Dafür kann ich in der Regel gegen 15 Uhr schon Schluss machen und bin kurz nach halb vier wieder daheim. Herrchen geht zwischen 9 und 10 Uhr auf Arbeit, so dass Loki in etwa genauso lange alleine bleibt, wie bei meiner Teilzeitstelle.

Außerdem haben Herrchen und ich die Möglichkeit Homeoffice zu machen – ich sogar vier Mal im Monat. Nach meiner Einarbeitung werde ich das auf jeden Fall in Anspruch nehmen, sofern es sich mit den Projekten vereinbaren lässt. Vielleicht kommen wir irgendwann auch zu dem Punkt, dass Loki dann nur drei Tage die Woche tagsüber alleine bleiben muss. Zum Glück hat Herrchen sehr flexible Arbeitszeiten. Wenn ich mal wegen einem Meeting länger bleiben muss, dann kommt er früher heim und erledigt den Rest seiner Arbeit von Zuhause aus. Umgekehrt habe ich auch die Möglichkeit das Gleiche zu tun, da ich einen Firmenlaptop habe. Selbst eine Dienstreise von Herrchen, die glücklicherweise nur einen Tag lang war, haben wir bereits gut gemeistert.

Wie laste ich Loki trotz Vollzeitjob aus?

Labrador Loki im WaldUnseren alten Feierabend-Rhythmus habe ich übrigens beibehalten. Dass heißt Dienstag und Donnerstag sind wir im Wald unterwegs, wo wir auch Dummy* und Suchspiele draußen machen. Montag, Mittwoch und Freitag machen wir kleinere Runden bei uns im Viertel und üben gezielt die Leinenführigkeit sowie Hundebegegnungen. Zuhause tricksen wir, machen etwas Indoor-Dummy-Training oder ich hole den Schnüffelteppich raus. Natürlich nehmen wir uns auch Zeit zum Spielen.

Schwarzer Labrador am StrandWenn ich nach Hause komme ist also erst mal Loki dran. Erst, wenn er wieder sein spätes Nachmittagsschläfchen hält, komme ich dazu mich um den Haushalt oder um andere Dinge zu kümmern. Am Wochenende haben wir dann deutlich mehr Zeit, können ausschlafen und ich übernehme wieder die Morgenrunden. Außerdem machen wir samstags und sonntags ausgiebigere Abenteuerspaziergänge, so dass Loki montags eigentlich noch komplett geschafft ist. Wir haben das Glück, dass er ein niedriges Energieniveau hat und schnell ausgepowert ist. Trotzdem wollen wir gerne dieses Jahr auch einmal Mantrailing ausprobieren.

Vollzeitjob und Hund Pinterest

Die ersten Wochen im Vollzeitjob waren echt eine große Umstellung und das hat auch wirklich sehr geschlaucht (alleine das frühe Aufstehen!). Jetzt, wo schon der erste Monat rum ist, ist es – dank Routinen und Optimierungen im Tagesablauf – allerdings schon leichter geworden.

Übrigens habe ich Kerstin vom Blog „Flummi’s Diary“ ein Interview zum Thema Arbeit und Hund gegeben. Hier kannst du Teil 1 sowie Teil 2 nachlesen.

Und wie sieht es bei dir aus? Kannst du deinen Hund mit auf Arbeit nehmen?

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