Allergie Update: So geht es Loki ein Jahr später

|Info: Dieser Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag, da Marken sichtbar sind.| Mein letzter Allergie-Bericht ist jetzt schon fast ein halbes Jahr her. Daher wird es Zeit für ein Update! Wie es Loki aktuell geht, und ob wir endlich eine Diagnose haben, erfährst du jetzt.

Allergie Vorgeschichte seit Ende 2017

Fotocollage Allergie Hund

Vor ziemlich genau einem Jahr ging es los: Loki nagte sich die Hinterpfoten wund und recht schnell kam eine leichte, bakterielle Entzündung dazu. Generell juckte er sich überall stark, nieste anfallartig und bekam starken Augenausfluss. Gelegentlich erbrach er sich auch mehrfach hintereinander oder bekam Durchfall. Es war sogar so schlimm, dass ihm Cortison gespritzt wurde. Unser Tierarzt vermutete eine Allergie und somit nahm unser Leidensweg seines Lauf.

Verschiedene Allergie-Tests waren negativ

Ende 2017 wurde er auf Hautpilze und Flohspeichel getestet, was negativ ausfiel. Außerdem haben wir einen Allergie-Vortest machen lassen. Bei diesem wird überprüft, ob der Hund auf verschiedene Milben-Arten oder Schimmelsporen reagiert. Dieser Test bietet jedoch keine 100%-ige Sicherheit und er fiel ebenfalls negativ aus. Es folgte eine achtwöchige Ausschlussdiät, bei der er nur Känguru und Kartoffeln bekam. In der Zeit nahm er 6 Kilo ab und hatte IMMER einen Mordshunger.

Medikamente gegen den Juckreiz

Während dieser Zeit bekam er schon ein Medikament gegen den Juckreiz, was er bis heute täglich nehmen muss. Allerdings setzt dieses das Immunsystem herab und wirkt sich auf die Leber und Niere aus, weshalb sein Blutbild regelmäßig überprüft werden muss. Immerhin konnten wir die Dosis inzwischen halbieren. Das Ziel ist es jedoch, komplett ohne das Medikament auszukommen. Bis auf seine Pfoten zu Beginn des Allergie-Ausbruchs, hatte Loki übrigens auch nie einen Ausschlag – wie es typischerweise bei vielen Hunden am Bauch, Ohren oder den Achselhöhlen auftritt. Er juckt sich allerdings am häufigsten

  • an den Ohren
  • dem Schnäuzchen
  • den Pfoten
  • am Hals
  • oder den hinteren Rücken

Neben längerem Kratzen, leckt und nagt er sich diese Stellen auch. Manchmal sogar so schlimm, dass wir ihn aktiv davon abhalten müssen, so dass er auch wieder damit aufhört.

Zum Besuch beim Hunde-Dermatologen

schwarzer Labrador am See

Anfang 2018 zogen wir eine zweite Meinung hinzu und gingen mehrmals zu einem Hunde-Dermatologen (ja, sowas gibt es tatsächlich). Loki leidet ja auch unter einer recht trockenen und schuppigen Haut, besonders in der kalten Jahreszeit. Der Facharzt schaute sich den Hund komplett an und kontrollierte auch seine Ohren, wobei er Loki sogar eine Art Kamera in den Gehörgang geschoben hatte. Fazit: Die Ohren sind super und die Haut aber ein wenig trocken.

Ansonsten konnte er nichts weiter feststellen. Er verschrieb uns zur Linderung der Haut eine Art Kur: Wir sollten Loki einmal die Woche mit einem speziellen Shampoo für Allergiker waschen, ihm ein spezielles Öl geben und seine Haut täglich mit einem Pflegespray behandeln. Der Dermatologe empfiehl uns außerdem den Allergietest-Vortest Ende des Jahres noch einmal zu wiederholen. Das Shampoonieren haben wir bis heute beibehalten und das Spray bekommt er ab und zu. Aber sein Juckreiz ist dadurch nicht besser geworden.

Im Verlaufe des Jahres blieben seine Allergie-Schübe unverändert, d.h. unabhängig von der jeweiligen Jahreszeit und recht unregelmäßig. Oftmals ist es abends schlimm und nachts kann er (und ich) z.T. gar nicht schlafen, weil er sich ständig lecken oder kratzen muss. Wenn die Schübe richtig schlimm werden, kommt auch der Augenausfluss (leicht) wieder und er niest stark.

Wie ihr ja wisst barfen wir Loki seit Ende Juni diesen Jahres. Sein Magen-Darm-Trakt hat sich dadurch wunderbar erholt und er hat 99,9% der Zeit keinen Durchfall oder weichen Kot mehr. Außerdem ist seine Haut und sein Fell prinzipiell besser geworden. Allerdings merke ich jetzt, wo die Tage wieder kälter werden, dass seine Schuppen wieder zunehmen.

Haben wir jetzt endlich eine Diagnose?

Nun, fast ein Jahr später, waren wir noch einmal beim Tierarzt. Dieser machte einen Schilddrüsentest, jedoch wurden (trotz meines Einwandes) nur 2 Werte überprüft. Natürlich fiel er negativ aus. Ein großer Pilztest wurde ebenfalls gemacht und der fiel auch negativ aus. Sie wollte dann mit einem chemischen Floh- und Zeckenmittel noch nachprüfen, ob sich vielleicht direkt unter seiner Haut Parasiten befinden. Obwohl ich sowas eigentlich ablehne, haben wir es trotzdem ausprobiert – erfolglos.

Zwischendrin haben wir auch Loki’s Herz via Markertest überprüfen lassen, weil er wirklich ein extrem negatives Energieniveau hat. Nach einer Stunde Gassi ist er beispielsweise für den Rest des Tages erledigt. Das war übrigens schon immer so bei ihm und kam nicht erst im Laufe der letzten Monate. Den Test mussten wir übrigens wiederholen, weil das Labor unseres Tierarztes die Probe konterminiert haben soll. Nach dem zweiten Versuch klappte es aber und der Arzt konnte uns bezüglich Loki’s Herzes Entwarnung geben. Gott sei Dank!

Im Oktober haben wir dann den Allergie-Vortest noch einmal wiederholt. Er fiel positiv aus(!)  und wir gaben unser Okay für eine weitere Aufschlüsselung. Leider gab die Sprechstundenhilfe unseres Tierarztes diese Anweisung nicht an das Labor weiter. Nachdem wir 2 Wochen lang vergeblich auf eine Rückmeldung des Arztes gewartet hatten, rief ich dort an. Dort kam die „Panne“ dann schnell raus und wir mussten noch einmal zum Blut abnehmen hin.

Dieses Mal hatte ich auch darauf bestanden, dass dies durch unsere Ärztin erledigt wird. Beim letzten Mal hatte sich ihre Stellvertretung ziemlich angestellt und ewig gebraucht. Zuguter letzt hatte sie auch zu wenig Blut abgenommen. Bei der Wiederholung klappt dann alles dafür bestens und Loki war wieder sehr tapfer.

Die (doppelt) große Enttäuschung

An einem Freitag vor ein paar Wochen bekam ich dann von unserer Tierärztin telefonisch die Testresultate mitgeteilt. Obwohl der Vortest positiv ausfiel, war der Nachfolgetest negativ ausgefallen! Lediglich auf eine Futtermilbe und Schimmelsporen hätte Loki reagiert. Allerdings sei dies so schwach, dass es nicht behandlungswürdig sei!

Für mich ist in diesem Moment echt die Welt zusammengebrochen. Ein Jahr lang habe ich auf diesen Moment gewartet und war voller Hoffnung, als der Vortest dieses Mal positiv ausgefallen war. Ich konnte nicht glauben, dass wir heute genauso schlau sind, wie vor einem Jahr – nur, dass wir Unmengen an Geld ausgegeben hatten.

Zu allem Überfluss hatte ich ein richtig blödes Telefonat mit meiner Tierärztin. Sie ist – offensichtlich – mit ihrem Latein am Ende. Aber statt das zuzugeben empfiehlt sie mir eine Ausschlussdiät mit hydrolysierten Tierarztfutter. Das gleiche Futter, was wir letztes Jahr ausprobieren wollten, was Loki aber verweigert(!) hatte. Sie besteht auf ihrer Diagnose der Atopie bzw. atopischen Dermatitis, obwohl der Dermatologe eine Dermatitis ausgeschlossen hatte. Aber die Spitze war, dass sie mir wortwörtlich gesagt hat, ich solle „mal Geld in die Hand nehmen“ und „nicht am falschen Ende sparen“ und in „richtige Medizinprodukte“ investieren!! Es folgten eine Reihe von Produktnennungen und der Hinweis, ich sollte essentielle Fettsäuren füttern (was wir ja schon tun) und das ich mein „Lachsöl von DM oder Rossmann“ (dort hole ich es nicht!) vergessen könnte. Sie ist kein Fan davon einen Hund zu barfen und unterstellte auch, dass wir das ohne Plan tun würden. Auf meine Antwort hin, dass wir den extra von einer Ernährungsberaterin erstellt haben lassen meinte sie nur, dass man ja nur Biologen mit Ernährungshintergrund oder entsprechenden Tierärztin vertrauen dürfte.

Und nun?

Labrador kuschelt im Körbchen

Ehrlich gesagt bin ich echt fassungslos. Sicher wird sie es nicht so gemeint haben, wie es vielleicht rüberkam, aber solche Aussagen gehen für mich gar nicht! Daher suchen wir jetzt einen neuen Tierarzt, der auf Allergien spezialisiert ist. Außerdem wollen wir im kommenden Jahr erneut seine Schilddrüse überprüfen lassen, doch dieses Mal mit den korrekten Werten.

Nach Absprache mit unserer Ernährungsberaterin werden nun testweise mal alles Getrocknete, wie Kauartikel oder Leckerlis, weglassen. Damit wollen wir ausschließen, dass die Allergieschübe durch Futtermilben bedingt sind, die sich auf solchen Kausachen tummeln. Immerhin hat er ja (schwach) positiv auf diese reagiert und mir ist schon öfters aufgefallen, dass sich seine Symptome nach dem Verzehr von bestimmten getrocknetem Fleisch verstärken. Letztes Jahr musste er von Leckerlis einer bestimmten Marke IMMER mehrmals brechen, egal, welches Monoprotein das war.

Durch das Weglassen dieser Sachen erhoffen wir uns außerdem, dass Loki abnimmt. Er hat seit März deutlich zugenommen und wiegt aktuell fast 36 kg. Daher haben wir die Leckerlis schon zum Großteil durch Möhren und Äpfel ersetzt.

Hoffentlich zeigt das Weglassen der Kausachen schon eine Wirkung, so dass wir das Medikament langsam ausschleichen können. Gegebenenfalls machen wir nächstes Jahr auch eine neue Ausschlussdiät – dieses Mal aber mit Barf und über einen viel längeren Zeitraum (mindestens 3 Monate).

Des Weiteren überlegen wir auch eine Tierheilpraktikerin hinzuzuziehen. Die Frau meines eines Cousins ist sogar ausgebildete Heilpraktikerin für Tiere, allerdings ist sie gerade in Mutterschutz und schon etwas aus der Materie raus. Sie hat mir aber ihre Dozentin weiterempfohlen, die auch auf Allergien spezialisiert ist. Alternativ kenne ich auch eine Tierheilpraktikerin hier, die ist die Tochter unserer ersten Hundetrainerin.

Soweit unser Fahrplan bisher. Wir geben die Hoffnung nicht auf und versuchen weiterhin Loki von dem Medikament los zu bekommen. Gerade in seinem Alter sollte er nicht auf sowas angewiesen sein.

 

Signatur

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