So gewöhnst du deinen Hund an jede Box (3 Schritte)

[Info: Dieser Beitrag enthält Werbung ohne Auftrag.] | Ob für’s Zuhause, Auto oder Büro – eine Hundebox kann zu einem sicheren Rückzugsort für deinen Hund werden. Allerdings gibt es bei der Wahl der Box – und bei der Gewöhnung an diese – einiges zu beachten.

Den Hund im Auto richtig sichern

Vom Gesetz her bist du verpflichtet, deine Ladung im Auto ordnungsgemäß zu sichern. Das gilt auch für deinen Hund. Gerade ab einer bestimmten Größe kann dieser nämlich schon bei einer vergleichsweise geringen Geschwindigkeit zu einem gefährlichen Geschoss werden und sich sowie andere verletzen. Sichere daher deinen Hund auf JEDER Fahrt richtig!

Auf der Rückbank

Fährt dein Hund auf dem Rücksitz mit, sollte er ein gut gepolstertes Autogeschirr tragen und angeschnallt werden. Es gibt dafür entsprechende Anschnallgurte für Hunde, die ausschließlich(!) am Geschirr festgemacht werden sollen. Bitte gurte ihn NIEMALS am Halsband an! Musst du mal scharf bremsen, kann er sich durch den plötzlichen Zug im schlimmsten Fall strangulieren.

Im Kofferraum

Sicherung im Auto Trenngitter

Falls das Fahren auf der Rückbank für dich keine wirkliche Alternative ist, bleibt nur der Kofferraum. Hier solltest du auf jeden Fall ein Trenngitter einbauen, welches hinter den Kopfstützen der Rückbank festgeklemmt wird. Bei einem Neuwagen (Leasingwagen) kannst du so ein Koffernetz bzw. Trenngitter eventuell auch beim Hersteller bzw. Autohaus dazu buchen. Durch diese Trennvorrichtung verhinderst du, dass der Hund bei einem Unfall nach vorne geschleudert wird.

Am sichersten ist allerdings eine stabile Box. Ich habe schon von Unfällen gehört, bei denen der Hund aus der Heckscheibe geflogen und entweder tot war oder, aufgrund von Schock und Schmerzen, auf der Autobahn weggelaufen war.

Die passende Box für’s Auto finden

Fotocollage Hundeboxen Labrador Loki

Mit unserem neuen Auto kam die Diskussion auf, wie wir Loki am besten transportieren sollen. Wie im letzten Fahrzeug sollte er auch bei diesem wieder im Kofferraum mitfahren. Das ist er gewöhnt und wenn wir irgendwann mal Kinder haben wäre dies ebenfalls praktischer. Allerdings ist unser neuer Kofferraum ein gutes Stück größer, so dass Loki in seinem Körbchen immer hin und her rutschte und am Ende einer Fahrt eher neben als im Körbchen saß.

Und so begann unsere Suche nach der perfekten Box für’s Auto, die sowohl ins Auto reinpasst als auch groß genug für einen 35 kg-Hund ist. Und lass mich dir sagen, einfach war es nicht, denn nicht jede Box ist auch für’s Auto geeignet!

Kunststoff- und Metallboxen

In den letzten zweieinhalb Jahren seines Lebens haben wir schon alle möglichen Arten von Boxen ausprobiert. Als Loki noch ein Welpe war hatten wir eine Kunststoffbox, wie sie für Flugreisen verwendet werden, und eine aus Metall. Die aus Metall hat uns ziemlich gut gefallen, weil sie so unempfindlich ist. Allerdings ist Loki mal mit einer Kralle hängen geblieben, was sehr schmerzhaft für ihn gewesen sein muss.

Bis er zu groß wurde hatten wir beide Boxen auch im Auto auf dem Rücksitz ausprobiert. Damals war das noch eine nervenaufreibende Sache, weil Loki das Fahren im Auto wirklich gehasst hatte. Bei der Plastikbox hatten wir das Problem, dass er darin selbst mit einer Decke keinen Halt gefunden hatte. Außerdem hat er darin kaum etwas sehen können und die Luftzirkulation ist eher schlecht. Die Metallbox wiederum war prima, in dieser konnte er alles sehen und man konnte ihn viel besser ein Leckerli zustecken, um ruhiges Verhalten zu belohnen. Allerdings haben wir uns damit die Innenseite der Türen etwas zerkratzt.

Stoff- und Aluboxen

Hundebox fürs Auto und Zuhause

Stoffboxen allgemein sind für Welpen eher weniger empfehlenswert, weil sie schnell kaputt gehen können. Aber für erwachsene Hunde sind diese Hundeboxen sehr gut geeignet. Sie können Zuhause oder im Büro zum Einsatz kommen.

Für’s Auto würde ich aber – gerade bei größeren Hunden wie Loki – eine Alubox empfehlen. Unsere ist TÜV-geprüft und besitzt eine verstärkte Rückwand. Schaut hier auch auf den Türmechanismus. Wir haben eine, die ganz einfach mit einer Hand geöffnet und sicher wieder verschlossen werden kann.

Weitere Alternativen zur Box

Anfangs habe ich noch zwischen gepolsterten „Halb-Hundeboxen“ (wie von der Marke Dogstyler) und einer Kofferraumtrennwand geschwankt. Diese gepolsterten Hundekörbchen sind gerade für kleinere Hunde eine gute Alternative und ich sehe sie auch bei der einen oder anderen Hundebloggerin auf der Rückbank im Einsatz. Für größere Hunde wäre mir das aber nix, zu mal die Modelle für den Kofferraum einfach nur ein teures Körbchen mit einer Decke sind.

Die Kofferraumtrennwand war nicht schlecht, aber hier wäre wieder das Problem, dass der Hund durch die Heckscheibe fliegen könnte. Und bei unserem recht tiefen Kofferraum hätte Loki nicht genügend Halt meiner Meinung nach.

Ist die Box für den Hund groß genug?

Schlafender Hund in Box

Long story short: Wir haben uns letztendlich für eine etwas teurere Alubox von Fressnapf entschieden. Die Erste mussten wir zurückschicken, da sie für Loki zu klein war. Die Nummer größer war dann zumindest das Mindestmaß. Die erste Box hat anfangs passend gewirkt, aber Loki hat sich einfach nicht wohl gefühlt. Das hat sich darin geäußert, dass er nicht gerne rein gegangen ist und regelrecht Panik bekommen hatte, als mal die Tür für eine Sekunde zugefallen war. Und das, obwohl er Boxen von Klein auf schon kennt. Eine Nummer größer war für ihn ein Riesenunterschied!

Generell sollte die Box so groß sein, dass der Hund in ihr

  • aufrecht stehen
  • sich drehen
  • bequem sitzen
  • sowie sich problemlos hinlegen kann

Wenn du, wie ich bei unserer ersten, eher ein schlechtes Gefühl dabei hast, solltest du dich lieber nach einem anderen Modell umschauen oder eine Nummer größer kaufen.

So gewöhnst du deinen Hund an jede Box

Egal, ob es sich um eine Alu-, Metall-, Kunststoff- oder Stoffbox handelt: Der Hund sollte nicht einfach in diese reingesteckt werden, sondern sie langsam kennenlernen. Wir hatten die Box für einige Tage offen in unserer Wohnung stehen. So konnte er sie sich in Ruhe anschauen und sich an sie gewöhnen. Für das Boxentraining habe ich verschiedene Ansätze miteinander kombiniert:

Phase 1: Die Box näher kennenlernen

Falls du schon Clickertraining machst, dann hilft dir das beim Boxentraining auf jeden Fall weiter. Ich habe Futterstücke in die Box geworfen und wenn sich Loki in die Box getraut hat, um an das Leckerchen zu kommen, habe ich geclickt. Hier kannst du bereits nach einigen Versuchen ein Kommando zum „in die Box gehen“ und „aus der Box gehen“ konditionieren. Bleibt dein Hund etwas länger in der Box würde ich weitere Futterstücke (schnell hintereinander) rein werfen.

Phase 2: Die Box interessant machen

Die Box steht jetzt schon ein paar Tage rum und ihr habt auch schon geclickert, aber dein Hund interessiert sich kaum für sie? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt um die Hundebox für deinen Hund interessant zu machen. Ich habe beispielsweise einen Kauartikel reingelegt und die Tür geschlossen, so dass Loki nicht ran kam. Was glaubst du, wie dringend er in diese Box rein wollte! Danach habe ich ihm Kausachen und Ähnliches immer nur in dieser Box gegeben. Manche Hundehalter geben ihren Hunden ihre Hauptmahlzeiten auch in der Box, aber da wir barfen fand ich das jetzt nicht so hygienisch.

Phase 3: Training ausweiten

Mach das 1-2 Tage und dann kannst du langsam und stückchenweise die Tür schließen, wenn der Hund drin ist. Sobald er Stress oder Panik zeigt, solltest du ihn auf jeden Fall unmittelbar wieder rauslassen. Wichtig ist, dass er freiwillig in die Box geht und darin auch bleibt. Sei da einfach geduldig und arbeite NIE mit Zwang. Kannst du nach ein paar Tagen die Tür schließen, gibst du ihm mehrere Futterstücke wieder hintereinander. Im nächsten Schritt wartest du ein paar Sekunden mit der Futterbelohnung, so dass er immer länger in der Box sitzt. Kriegt er Kauartikel in der Box kannst du während des Kauens auch die Tür schließen.

Geht dein Hund jetzt freiwillig in die Box und legt sich dort auch hin, solltest du das ebenfalls bestätigen. Ich bin dann immer an Loki vorbei gelaufen und habe ihm kommentarlos ein Leckerli in die Box gelegt. Irgendwann kommt der Moment, an dem sich der Hund zum Ausruhen freiwillig in die Box zurückzieht.

Phase 4: An die Fahrt in der Autobox gewöhnen (optional)

Hat dein Hund seine Box schon super angenommen, kommt sie ins Auto und wird dort ordnungsgemäß festgegurtet. Jetzt ist der beste Zeitpunkt um ein festes Ritual zu etablieren. Wir machen das wie folgt: Wir öffnen die Box, aber Loki darf erst auf unser „okay“ reinspringen. Außerdem muss er uns vorher anschauen. Das Gleiche – und das ist besonders wichtig! – gilt für den Ausstieg aus der Box. Dein Hund sollte niemals selber entscheiden, wann er aus der Box kann.

Für die erste Fahrt reicht eine Runde um den Block. Dann wird die Fahrtzeit Stück für Stück ausgedehnt. Am besten wartet am Ende der ersten Fahrten ein schönes Gassiziel auf deinen Hund.

Übrigens: Alle unsere Boxen, die wir aktuell verwenden, findest du in unseren FAQ’s.

Und jetzt wollen wir von dir wissen: Benutzt du Hundeboxen für deinen Hund? Falls ja, was für welche (Stoff, Plastik, Metall)?

 

 

Signatur

Das könnte Dich auch interessieren

Beitrag teilen: