Allergie Update: Vom Hunde Dermatologen, Bluttest und BARF

|Info: Dieser Beitrag enthält Werbung aufgrund von Namensnennung und da (eine) Marke(n) verlinkt ist*|

Schon vier Monate ist es her seit unserem letzten Allergie-Update! Daher wird es höchste Zeit euch von unseren Erfahrungen der letzten Monate zu berichten – ob wir nun wirklich bei einem Hunde Dermatologen waren und warum BARF für uns jetzt ein Thema ist! 

Loki beim Hunde-Dermatologen

schwarzer Labrador mit Allergie liegend

Da unsere Tierärztin so ziemlich mit ihrem Latein am Ende ist, haben wir uns in den letzten Wochen nun an einen Spezialisten gewandt. Es gibt in Leipzig tatsächlich einen Tierarzt, der auf Dermatologie spezialisiert ist. Dieser hat auch keine normale Sprechstunde, sondern nimmt nur feste Termine wahr. Vorab muss man auch einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen, bei dem man die Krankheitsgeschichte und Allergie Symptome so genau wie möglich schildern und Fragen beantworten muss. Im Wartezimmer angekommen mussten wir beim ersten Mal, trotz Termin am frühen Abend, anderthalb Stunden(!) warten. Das war vor allem für Loki, der nicht gerne lange wartet, eine echte Geduldsprobe.

Als wir dann endlich dran waren ist der Arzt mit uns erst den Fragebogen durchgegangen. Danach hat er Loki gründlich untersucht und sich vor allem seine Haut und sein Fell angesehen. Loki hat ja recht trockene, schuppige Haut. Daher empfahl uns der Dermatologe ihn wöchentlich mit einem medizinischem Shampoo zu waschen. Dazu sollte er alle 2 Tage mit einem speziellen Spray für die Haut eingesprüht und mit einer Massagebürste gekämmt werden. Täglich sollten wir zudem Lachsöl ins Futter geben.

Gesagt getan und nach drei Wochen kamen wir wieder. Sein Juckreiz ist minimal besser geworden und wir konnten die Tablettendosis halbieren, aber wir können sein Medikament immer noch nicht absetzen. Der Tierarzt schaute sich in dieser Sitzung Loki noch einmal sehr gründlich an und untersuchte seine Ohren mit einer Art Kamera. Das war Herr Labrador natürlich sehr befremdlich, aber er ertrug alles gut. Fazit: Seine Ohren sind (erwartungsgemäß) super, wir sollen die bisherige Behandlung mit Shampoo und co. fortsetzen und dieses Jahr im Herbst noch einmal den Allergietest wiederholen. Außerdem erzählte er uns noch von einer neuartigen Behandlung via Spritze, wo Antikörper verabreicht werden. Aber das ist viel zu teuer und noch nicht lange in Deutschland zugelassen. Zu diesem Zeitpunkt stand auch unser Oster-Urlaub an der Ostsee an und der Tierarzt hoffte, dass Loki die Luftveränderung vielleicht gut tun würde.

Ein nächtlicher Besuch in der Tierklinik

Labrador im Körbchen mit Decke

Nach unserem Urlaub haben wir uns erst mal getraut dem Hund nur eine halbe (statt 2) Tablette zu geben. Quasi über Nacht wurden seine Allergie Symptome wieder richtig schlimm. Er und wir konnten wegen seinem anhaltenden Juckreiz nicht schlafen und seine Augen fingen wieder an zu schleimen. Daher gingen wir wieder auf die Anfangsdosis von zwei Tabletten. Nach einiger Zeit konnten wir sein Anti-Allergikum wieder auf eine Tablette reduzieren.

In der Nacht zu Loki’s Geburtstag Ende April, und nur wenige Tage vor unserer Hochzeitsfeier, mussten wir nachts mit ihm zur Tierklinik. Er hatte starke Blähungen und offenbar solche Schmerzen, dass er sich nicht mehr setzen oder aufstehen konnte. Dies war allerdings nicht Allergie bedingt, wir vermuten er hatte an dem Tag auf unserer Runde am See irgendetwas Schlechtes gegessen.

Nach unseren Flitterwochen, die wir übrigens wegen Herrchen’s „spontaner“ Krankheit abbrechen mussten, ließen wir ein großes Blutbild bei Loki machen. Dieser wird in der Packungsbeilage seines Medikaments empfohlen, weil dieses auf die Leber und andere Organe gehen kann. Seine Tierärztin wollte auch in diesem Zuge sein Herz untersuchen lassen, da er nach unseren Flitterwochen so geschwächelt hatte. Wir waren einen ganzen Tag in Österreich und hatten eine dreistündige Wanderung gemacht. Diese Wanderung und massiver Schlafmangel (Loki hatte während der jeweils achtstündigen Hin- und Rückfahrt gar nicht geschlafen und im Hotel nur sehr wenig) hatten dazu geführt, dass Herr Labrador für eine Woche so fertig war, dass er nichts mehr machen wollte außer schlafen. Leider hat das Labor unserer Tierärztin die Blutprobe für den Herzmarker-Test versaut, daher müssen wir den zeitnah wiederholen. Aber bei dem anderen Bluttest sollen alle Werte in Ordnung sein.

Wir werden BARFer

Loki der Labrador

Schon seit Anfang des Jahres spielen wir mit dem Gedanken Loki zu barfen, dass heißt ihn mit rohem Fleisch und Obst/Gemüse zu ernähren. Hoffentlich bekommen wir dadurch seine Allergie soweit in den Griff, dass wir das Apoquel noch weiter reduzieren oder sogar ganz weglassen können. Als ich mich nach der Hochzeitsfeier intensiver mit dem Thema BARF auseinandersetzte, wuchs die Verzweifelung in mir. Es gibt ja so viele verschiedene Ansätze und Meinungen. Und natürlich ist bei mir die Angst groß etwas falsch zu machen und Loki am Ende mehr damit zu schaden, als zu nützen. Glücklicherweise hat mir Dini vom Blog „Hundekind-Abby“* angeboten uns zu unterstützen, da sie Ernährungsberaterin für Hunde ist. Sie hat uns auch zwei Futterpläne erarbeitet, aber ich werde euch an einer späteren Stelle dazu ausführlich berichten! Starten werden wir wohl Mitte/Ende Juni, wenn wir wieder etwas mehr Zeit haben.

Aktuell hat Loki übrigens wieder stärker mit seiner Allergie zu kämpfen. Besonders schlimm ist es, meines Erachtens nach, wenn er länger am Stück draußen war und seine Nase in Felder und Gräser gesteckt hat. Neben seinem Juckreiz kriegt er jetzt richtige Niesanfälle und seine Nase läuft.

Noch ein Tipp zum Schluss zum Thema Allergie

Ich staunte nicht schlecht als ich vor einigen Wochen eine lange Mail von einer fremden Tierärztin im Postfach vorfand. Sie, also Iris, ist spezialisiert auf Allergien und konnte uns auch entsprechende Spezialisten (sogenannte Diplomates) empfehlen. Iris betreibt übrigens zusammen mit einer Kollegin ein Portal zum Thema Tiergesundheit* gegründet, bei dem Allergien ein großes Thema sind. Außerdem wird jede Woche eine Frage von einer der Ärztinnen beantwortet.

 

Das könnte Dich auch interessieren

Beitrag teilen: