Allergie, Schilddrüse oder was? Loki’s „rätselhafter“ Juckreiz bleibt

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Im Dezember hatten wir schon einmal berichtet, dass Loki sich seit September/Oktober ziemlich stark am ganzen Körper juckt und sich zwischenzeitlich sogar die Hinterpfoten aufgenagt hatte. Da unsere Tierärztin (nachdem Flöhe und Grasmilben ausgeschlossen wurden) eine Futtermittelallergie vermutet hatte, sollte er für mindestens zwei Monate eine strenge Ausschlussdiät halten, bei der wir nur eine Protein- und Kohlenhydratquelle geben durften. Ob Loki nun wirklich an einer Futtermittelallergie leidet (und ob sein Juckreiz weg ist) erfahrst Du jetzt! 

Nach der Ausschlussdiät

2018 ging für Loki eigentlich gut los: Wir konnten seine zweimonatige Ausschlussdiät mit Nassfutter von Terra Canis beenden. Das war natürlich eine tolle Sache für ihn, denn er konnte endlich wieder seine Bananen genießen. Außerdem haben wir im Januar sein Futter umgestellt, denn sein „Wolf of Wilderness“-Trockenfutter enthält Apfel und er scheint auf Apfelrohfaser mit starkem Erbrechen zu reagieren. Durch Lena von Happy Dog Life* hatte ich von der Marke „Wildes Land“* gehört, die mich sofort angesprochen hatte. Seitdem kriegt Loki das Trockenfutter mit Kaninchen (hypoallergen, getreidefrei, 100% Lebensmittelqualität) und regelmäßig sein hochwertiges Nassfutter. Während der Ausschlussdiät hatte er draußen extrem(!) nach Fressbaren gesucht und er hatte mehr als vier Kilo abgenommen. Mittlerweile hat er zwei Kilo wieder zugenommen und scheint „satt“ zu sein, da er draußen nicht mehr aktiv nach Essen sucht.

Hat die Ausschlussdiät etwas gebracht? Leider nein, denn seine Symptome haben sich nicht gebessert. Er hatte von Anfang an ein Antiallergikum bekommen und als wir dieses zwischenzeitlich absetzten, bekam er zum Juckreiz (der ihn nachts sogar wach hielt) noch zugeschleimte Augen. Daraufhin hat er eine Cortisonspritze kriegen müssen und er wurde auf eine noch höhere Dosis Antiallergikum eingestellt. Dieses geben wir nun bis zum 6. Februar (der Tag, an dem ich diesen Beitrag schreibe). Ich bin gespannt, ob sich seine Symptome ohne die Tabletten wieder so krass verschlimmern.

Allergietests und Pilztests negativ

AllergieDirekt in der ersten Januarwoche hatten wir einen Bluttest gemacht, bei dem Loki auf bestimmte Allergene getestet wurde. Insgesamt wurde sein Blut auf Futter- und Hausstaubmilben, Gräser und Pollen sowie Schimmelpilze getestet. Zur unser größten Überraschung kam der Test negativ zurück und ich war ziemlich ratlos. Wir haben dann noch einmal einen Beratungstermin mit unserer Tierärztin ausgemacht. Bei diesem wurde Herrn Labrador eine (Haut/Fell-) Probe entnommen um sie auf Pilze zu testen. Auch dieser Test (wieder knapp 100 Euro) kam negativ zurück. Sie empfahl uns weiterhin ein Parasitenmittel zu geben, da es auch sein könnte, dass sich der „Auslöser“ direkt unter der Haut befindet und damit nicht sichtbar ist.

Aktuell lautet immer noch die Diagnose „atopische Dermatits“, dass heißt er würde auf irgendetwas in seiner Umgebung mit starkem Juckreiz reagieren. Unserer Tierärztin zufolge kann man jetzt noch einen Patch-Test machen, ähnlich den Allergietests beim Menschen. Nur das jedes Allergen 50 Euro kostet und bei einem solchen Test bis zu 40 Allergene getestet werden. Rechne dir mal aus, wie viel wir dafür zahlen müssten! Ich schwöre Dir, Loki wird uns noch arm machen 😉

Aber Spaß beiseite: Wir haben keine Lust mehr im Trüben zu fischen und das Geld zum Fenster rauszuschmeißen.

Verdacht auf Schilddrüsenerkrankung?

Was könnte Loki nun haben? Von Dini von Hundekind Abby und Bina von Loki the Bordercollie wurden wir schon darauf angesprochen, ob nicht vielleicht auch eine Schilddrüsenerkrankung in Frage kommen würde. Ein Blick auf die gängigen Symptome dieser Krankheit (die zugegeben auf viele andere Krankheiten auch passen) hat bei mir ehrlich gesagt schon einen leisen Verdacht geweckt.

Loki leidet, seitdem er klein ist, unter einer sehr trockenen Haut mit Schuppenbildung. Außerdem hat er schon immer

  • Schwierigkeiten gehabt sich zu konzentrieren
  • ist er oft aufgeregt, überreizt und überdreht (je nach Tagesform reicht schon ein komisches Geräusch um ihn nachhaltig aus der Fassung zu bringen)
  • ist er schnell gestresst und am hecheln
  • jammert er viel und schnell (besonders vor seiner Kastration)
  • hat er trockene, brüchige Krallen
  • neigt er zu Verdauungsproblemen
  • hat er Unruhe und kann nicht richtig schlafen (besonders in einer anderen Umgebung, aber auch Zuhause)

Das alles (und noch vieles mehr) passt zu den Symptome für eine Erkrankung der Schilddrüse. Das habe ich schon bei unserer Tierärztin angesprochen, aber sie war eher skeptisch. Ihrer Meinung nach sei Loki mit seinen fast 2 Jahren zu jung dafür und sie bewerte so etwas eher als „Trend-Krankheit“. Da sich so viele Symptome der SDU mit anderen Krankheitssymptomen decken, würde sie vorher eher andere Auslöser ausschließen.

Wie geht es jetzt weiter?

Schwarzer Labrador mit SpielzeugDiese Woche wollen wir noch abwarten, wie sich seine Symptome ohne ein Antiallergikum verhalten. Sein Juckreiz ist seit der Futterumstellung ein kleines bisschen besser geworden. Trotzdem hat er immer noch diese Juckreiz-Attacken, die in der Regel Morgens und Abends am Schlimmsten sind. Dann juckt er sich seine Ohren, seine Schnauze, beißt sich in die Pfoten und nagt an nahezu jeder Körperstelle rum. Manchmal schreckt ihn der Juckreiz auch aus dem Schlaf hoch und er kratzt und nagt wie ein Besessener und kann nur schwer damit wieder aufhören. Nächste Woche holen wir uns eine zweite Meinung ein. Hier in Leipzig gibt es einen Tierarzt, der direkt auf Hautprobleme spezialisiert ist. Den lassen wir auch noch einmal „drauf schauen“. Und falls dem auch nichts mehr (Sinnvolles) einfällt, möchte ich gerne einen großen Bluttest machen lassen, bei dem auch die Schilddrüsenwerte kontrolliert werden.

Und jetzt wollen wir von Dir wissen: Leidet Dein Hund auch unter einer Allergie und/oder hat starken Juckreiz?

 

 

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