Was ich heute bei einem Welpen anders machen würde

Titelbild Fotocollage Welpe

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Eigentlich wollte ich diese Woche unsere Körperpflegeserie fortsetzen. Jedoch geht es Loki aktuell nicht so gut, wie ich schon auf Instagram Stories berichtet habe. Dem kleinen Mann plagen seit dem Wochenende Übelkeit und Erbrechen, weshalb ich ihn lieber in Ruhe lassen will, anstatt ihn für entsprechende Fotos zu „quälen“.

Daher geht es diese Woche auf dem Blog eher um das Thema, was ich heute beim (nächsten) Welpen anders machen würde. Dieses Thema hatte nämlich vor ein paar Wochen Dini von „Hundekind Abby“ aufgegriffen und mir fielen spontan auch einige Punkte ein, die ich beim nächsten Hund anders machen würde. Loki ist ja unser Ersthund, entsprechend waren wir (trotz intensiver Recherchebemühungen meinerseits) doch relativ grün hinter den Ohren als er zu uns kam.

Nach fast anderthalb Jahren haben wir jetzt nicht nur eine gemeinsame Alltagsroutine entwickelt, sondern auch ein bisschen Erfahrung gesammelt. Was ich bisher als Hundehalterin gelernt habe, hatte ich Dir ja schon in Loki’s Geburtstagsbeitrag zusammengefasst. Da ging es aber primär um die eigene (innere) Einstellung als Hundehalter und wie sich diese im Laufe von 12 Monaten geändert hat. Und jetzt erzähle ich dir, was wir anders machen würden, würde heute noch einmal ein Welpe bei uns einziehen.

Lieber auf den „richtigen“ Züchter warten

Fotocollage Labrador Welpen

Wer nicht einen Hund aus dem Tierheim oder von einer Privatperson will (oder eine bestimmte Rasse bevorzugt), der wird sich zwangsläufig bei Züchtern umschauen müssen. Nachdem klar war das wir einen Labrador wollen, habe ich online die großen Zuchtverbände- und vereine abgeklappert. Wie schon einmal erwähnt wollten wir uns diesbezüglich eigentlich Zeit lassen (auch wenn ich es insgeheim kaum abwarten konnte). Aber es schadet ja nichts sich schon frühzeitig auf die Suche nach dem richtigen Züchter zu machen. Die meisten Labradorzüchter wohnten Hunderte von Kilometer weit weg. Mit denen, die halbwegs in der Nähe waren, telefonierten wir um ein Treffen zu vereinbaren. Das klappte dann bei einer Dame, die ländlich wohnte und gerade ihren ersten Wurf plante. Dieser käme allerdings weitaus später, als wir für uns geplant hatten.

Anfänglich hatten wir uns trotzdem schon entschieden auf diesen zu warten, da uns die Züchterin und ihre Hundedame(n) sehr sympathisch waren. Jedoch hatten wir anlässlich meines Geburtstages einen Termin bei der Züchterin von Loki bekommen. Obwohl wir gar nicht geplant hatten jetzt schon einen Hund zu holen und nur die Welpen bestaunen wollten, waren wir auf Anhieb verliebt in den Letzten, der noch übrig war. Und ausgerechnet der wurde unser Spinnerlein.

Allerdings muss ich rückblickend sagen, dass seine Züchterin nicht die allerbeste Wahl war. Abgesehen davon, dass sie in keinem der großen Verbände Mitglied ist, waren einige Sachen nicht ideal. Heutzutage wären mir daher folgende Dinge wichtig in Bezug auf die Züchter:

1. Die richtige Ernährung des Welpen

Das ist wirklich mit DER wichtigste Punkt überhaupt. Unser Züchter hatte ein getreidehaltiges (und nicht besonders hochwertiges) Trockenfutter gefüttert. Im Gespräch wurde mehrfach betont, dass wir bloß nicht getreidefrei füttern sollten. Angeblich würde der Hund dadurch nur hibbelig werden. Heute würde ich solchen Aussagen nicht mehr Vertrauen schenken und mich besser mit dem Thema Ernährung beschäftigen. Gerade, was die Anzeichen einer Futterunverträglichkeit sind, denn damit hatte Loki Monate lang zu kämpfen. Das ärgert mich wirklich bis heute, aber jetzt wissen wir es besser.

2. Eine ausgeglichene Hundemama

Loki’s Mama (und die Hundemutter vom anderen Wurf, den es zeitgleich gab) wurde anfänglich von uns regelrecht abgeschirmt. Als sie dann (auf unsere mehrfache Nachfrage hin) doch dazu kam, hatte sie sich null für uns interessiert und wirkte sehr nervös. Somit brauchen wir uns eigentlich nicht zu wundern, warum Herr Labrador ein so aufgeregter Spinner ist. Denn oftmals überträgt sich die Grundstimmung der Hundemutti auf den gesamten Wurf. Eine ausgeglichene Hundemama wäre mir heute also wichtig. Loki’s Mama siehst Du übrigens rechts oben im Bild.

3. Den Welpen mehrfach besuchen gehen

Es wäre toll gewesen Loki mindestens einmal noch zu besuchen. Aber das ließ sich terminlich leider nicht vereinbaren, zumal der Züchter einige Autostunden entfernt wohnt. Vielleicht wäre seine Hundemama beim nächsten Besuch auch anders gewesen. Und wir hätten vorab noch einmal mit der Züchterin persönlich sprechen können. So konnten wir nur einmal mit ihr telefonieren um vorab Fragen zu klären und lernten sie erst bei der Abgabe kennen. Wenn Du die Möglichkeit hast Deinen Welpen mehr als einmal vor der Abholung zu besuchen, würde ich Dir das auf jeden Fall empfehlen.

4. Der Welpe sollte so viel wie möglich kennenlernen

Rückblickend finde ich die Abgabe von Welpen ab der achten Woche wirklich zu früh. Ideal wären zwei oder vier Wochen später. Aber viele Züchter wollen das aufgrund von Zeit und Geld nicht machen, obwohl es für die Entwicklung des Hundekindes von Vorteil wäre. Mir wäre es heute wichtig, dass der Welpe schon beim Züchter das Autofahren kennenlernt (und somit auch die Welt jenseits seines Gartenzauns). Eine Fahrt zusammen mit der Mama und den Geschwistern ist für ein so kleines Wesen bestimmt einfacher zu ertragen, als von heute auf morgen aus seiner gewohnten Umgebung gerissen zu werden und mehrere Stunden in diesem gruseligem Auto zu sitzen. Oftmals sind Welpen, die später abgegeben werden, auch stubenrein. Das wäre natürlich auch von Vorteil.

Die „richtige“ Welpenschule finden

Schwarzer Labrador Welpe in der Welpenschule

Unsere erste Hundetrainerin wurde uns von Freunden empfohlen, die mit ihrem Hund auch die entsprechende Welpenschule besucht hatten und begeistert waren. Rückblickend war die (oder zumindest diese) Welpenschule für uns nicht das Richtige. Die Gruppen waren viel zu groß (mehr als 5 Hund-Mensch-Teams) und die Hunde passten vom Alter und ihrer Größe oftmals nicht zueinander. Das ist natürlich nicht besonders förderlich für die Spielsequenzen, die recht unkontrolliert abliefen. Und die Trainerin konnte sich meistens gar nicht auf alle Hundebesitzer und ihre Fragen konzentrieren, so dass auch unsere Fragen zum Teil unbeantwortet blieben.

Daher würde ich mir heute eine Hundeschule suchen, die einen Welpenschule mit kleineren Gruppen anbietet, wo die Welpen alters- und größenmäßig besser zusammenpassen. Und ich würde mir wünschen, dass die Welpenschulen den Fokus auf den richtigen Umgang bei Hundebegegnungen an der Leine legen würden, anstatt auf so simple Sachen wie Sitz und Platz. Diese kannst Du Deinem Hund nämlich ganz leicht alleine beibringen. Welpen müssen so gut wie möglich sozialisiert werden. Jedoch sollten sie nicht durch solche Welpenschulen lernen, dass jeder Hund nur zum Spielen da ist und eine ganz große Aufregung bedeutet. Idealerweise lernen die Hundeeltern dann auch auf welche Körpersprachesignale sie bei Hundebegegnungen achten sollen.

Ebenfalls wichtiger als Sitz und Platz finde ich Übungen zur Impulskontrolle und Anti-Gift-Köder-Training, was man zumindest bei älteren Welpen (oder dann Junghunden) auf jeden Fall üben sollte. Für viele Welpen ist es nämlich typisch alles erst einmal in den Mund zu nehmen und sich kaum zügeln zu können.

Rückzugsort: Es muss nicht immer eine Box sein

Fotocollage Hundeboxen Welpe

Überall liest man, wie wichtig ein Rückzugsort ist, den der Hund sein Eigen nennen kann. Der Vierbeiner sollte von Anfang an seinen Platz in der Wohnung haben, der ihm Sicherheit und Ruhe vermittelt. Gerade Welpen müssen häufig erst noch lernen von selber zur Ruhe zu kommen. Viele Hundebesitzer sind überzeugt von Boxen, da sie höhlenartig sind und sich prima als Rückzugsort für den Bürohund machen. Außerdem ist eine Box sehr praktisch um den Hund sicher im Auto zu transportieren. Deshalb wollte ich Loki auch an eine Box gewöhnen, was in meinem Kopf innerhalb von zwei Wochen passieren sollte, da er nach Ablauf dieser Zeit mit ins Büro kommen sollte.

Doch welche sollte es sein? Anfänglich fiel meine Wahl auf eine zusammenfaltbare Stoffbox*, die sich von fast allen Seiten öffnen ließ. Ich habe sie gleich in der größten Größe geholt, damit auch der erwachsene Loki noch reinpassen würde. Diese stellte sich allerdings als Fail aus. Nicht nur passte sie nicht in unser Auto, Herr Labrador nutzte sie lieber als Toilette anstatt als Schlafort. Schon als Welpe schlief er besonders gerne auf dem Boden. Trotzdem wollte ich die Boxenidee nicht aufgeben und besorgte eine aus Plastik, aber ebenfalls in der Endgröße. Auch in dieser Box sah der kleine Welpe richtig verloren darin aus. Danach probierte ich es mit einer viel kleineren Version der Plastikbox*, die wir auch ins Auto bekamen. Zu diesem Zeitpunkt war Loki’s Panik im Auto immer noch sehr groß und es war schwierig ihn durch die Minischlitze zu belohnen, wenn er mal für eine Sekunde ruhig war. Außerdem schien er es noch gruseliger zu finden, wenn er nicht sehen konnte, was passiert.

Letztendlich haben wir es dann mit einer Metallbox* probiert, die uns die nächsten Wochen auch begleitete. Im Büro stand eine und im Auto hatten wir noch eine. Damit ging es dann, aber ideal war es nicht. Zum Einen nagte er immer an den Gitterstäben (auch wenn er nicht drin lag) und es war ganz schön laut, wenn er in der Box seine Decke zur Seite schob und mit seinen Krallen am Boxenboden rumscharrte. Zum anderen hatte er sich Zuhause mal eine Kralle fast ausgerissen als schlaftrunkend er an den Gitterstäben hängen blieb.

Was ich heute anders machen würde? Ich würde mir auf jeden Fall nicht mehr so einen Stress machen und auf Teufel komm raus den Hund unbedingt an eine Box gewöhnen. Loki bevorzugt neben Teppich sein Körbchen. Ein Körbchen oder später dann eine Decke reichen vollkommen. Letzteres wäre unheimlich praktisch, da man die Decke prima überall hin mitnehmen kann.

Und jetzt wollen wir von Dir wissen: Was würdest Du beim nächsten Hund oder Welpen anders machen?

P.S.: Die Grafik im Titelbild wurde freundlicherweise bereitgestellt von Aram und Abra

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