So verhältst Du Dich bei fremden unangeleinten Hunden richtig

Labrador und Beagle auf einer Wiese

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Eigentlich wollte ich diese Woche unseren Beitrag zur MiDoggy-Blogparade veröffentlichen, in welchem es um die Übung des Alleinseins geht. Aber da Loki und ich in letzter Zeit (zu) viele unfreiwillige Kontakte mit unangeleinten Hunden hatten, habe ich mich anders entschieden. In diesem Beitrag möchte ich Dir von unseren bisherigen Erfahrungen erzählen und Dir erklären, wie Du Dich richtig verhältst, wenn sich ein fremder unangeleinter Hund nähert. 

Szenario #1: Unangeleinter aber freundlicher Hund ohne Besitzer

 

Welpen spielen miteinander

Leider haben wir diese Situation schon mehrfach erlebt. Erst gestern kam ausgerechnet von hinten ein fremder unangeleinter Hund zu uns. Diesen hatte ich schon vorher von Weitem gesehen, weshalb wir einen großen Bogen um ihn machten während wir in Richtung Parkausgang gelaufen sind. Das hielt den fremden Hund aber nicht davon ab auszubüchsen und zu uns zu laufen. Es ist wirklich gruselig, wenn ein fremder Hund auf einmal von hinten angerannt kommt. Glücklicherweise war dieser recht freundlich und wollte in erster Linie spielen. Aber dann stehst Du da: Dein Hund ist an der Leine und Du willst eigentlicher weiter. Das geht aber nicht, da der andere Hund meistens sehr penetrant ist.

Unser Tipp: Ruhig bleiben! Auch, wenn es schwer fällt. Ich habe mich dann umgeschaut, ob irgendwo vielleicht der Besitzer zu sehen ist. Das war natürlich nicht der Fall und so blieb mir nichts anderes übrig als zu warten. Wenn Du Dir unsicher bist, ob der fremde Hund freundlich ist, dann versuche seine Körpersprache zu deuten. Das solltest Du sowieso bei jeder Hundebegegnung tun. Kommt der andere Hundebesitzer nicht und der andere Hund versucht euch zu folgen, dann versuche den Fremdling über deine Körpersprache zu blocken. Das erreichst du, indem Du Dich zwischen dem fremden Vierbeiner und deinen Hund stellst. Sollte der Fremde es dann immer noch nicht begreifen, kannst Du auch ruhig laut werden. Dies solltest Du aber nicht auf einer hysterischen Art und Weise tun, sondern dabei sehr bestimmend wirken. 

Der bekannte Hundetrainer Martin Rütter empfiehlt in diesem Artikel zügig wegzugehen, wenn der frei laufende Hund einem nachläuft. Ich persönlich habe das in der Vergangenheit auch schon einmal ausprobiert, aber ohne Erfolg, da der „Verfolger“ sehr stur war.

Szenario #2: Unangeleinter und unfreundlicher Hund ohne Besitzer

Dieses Szenario kennen wir auch. Passiert ist es uns in unserem eigenen Wohngebiet. Ein kleinerer Hund kam auf einmal aus einem Gebüsch geschossen. Zuerst wirkte er neugierig aber seine Stimmung schlug schnell um und er fing an zu drohen. Sein Frauchen zeigte sich übrigens erst, als ich entsprechend reagiert hatte. Von ihr abrufen ließ er sich (typischerweise) auch nicht wirklich. Irgendwann dreht er dann aber doch um und ließ uns in Ruhe.

Unser Tipp: Versuche dich zwischen den fremden und deinen eigenen Hund zu stellen und ihn, ähnlich wie oben geschrieben, zu blocken. Hat der fremde Hund das immer noch nicht geschnallt, kannst Du ruhig aufstampfen und ihn „anschreien“. Mir kostet das seit diesem furchtbaren Erlebnis eine ziemliche Überwindung, aber es hat sich bisher immer als besonders effektiv herausgestellt. Der Lärm lockt meistens dann auch die verschollenen Besitzer an.

Szenario #3: Mehrere unangeleinte und unfreundliche Hunde ohne Besitzer

Es ist eigentlich unglaublich, aber auch das ist uns schon passiert – während unseres letzten Urlaubs an der Ostsee. Das Herrchen und ich sind zusammen mit Loki durch ein Wohnviertel gegangen, welches zwischen unserem Ferienhaus und dem Strand lag. Als wir an einem Garten vorbeikamen, rannten gleich drei Hunde wild bellen auf uns zu. Da das Eingangstor nur angelehnt war, konnten alle natürlich entwischen und haben uns umkreist. Loki hatte eine furchtbare Angst und uns war auch ganz schön mulmig zumute.

Unser Tipp: Im Grunde genauso zu reagieren, wie in Szenario Nummer 2 beschrieben. Es ist natürlich um einiges schwieriger, da man die anderen Hunde nicht so gut vom eigenen abschirmen kann. Stehenbleiben ist auf jeden Fall ratsam, denn sonst verfolgen Dich die anderen Hunde. Einige Hundebesitzer tragen für solche Fälle auch „Hilfsmittel“ bei sich, wie zum Beispiel Pfefferspray, eine Wasserflasche oder Gliederkette. Ersteres trage ich zwar (für’s Sicherheitsgefühl) auch mit mir rum, aber im Ernstfall kannst Du damit auch Dich oder Deinen Hund „erwischen“. Daher sollte eine Wasserflasche auf die meisten Hunde schon beeindruckend wirken. 

Szenario #4: Unangeleinter Hund mit Besitzer im Schlepptau

 

Zwei Labradore am See mit Mann

Diese Woche haben wir im Wald einen unangeleinten Schäferhund getroffen. Sein tiefes und lautstarkes Bellen hatten wir Minuten vorher schon gehört, weshalb Loki bereits im Vorfeld sehr angespannt war. Mein Labrador will zwar gerne mit jedem Artgenossen spielen. Aber für ihn scheint es gruselig zu sein Hunde bellen zu hören, ohne sie aber sehen zu können. Ehrlich gesagt habe ich gehörigen Respekt vor so großen Hunden. Daher war es mir auch sehr unangenehm, als der Vierbeiner das Rufen seines Besitzers ignorierte und zu uns kam.

Unser Tipp: Ruhig bleiben! Du kannst den anderen Hundebesitzer bitten seinen Hund zu sich zu rufen. Wenn das, wie in unserem Fall, nicht klappt, dann auf jeden Fall Ruhe bewahren. Manche, wie Herr Rütter, empfehlen in so einer Situation den eigenen Hund von der Leine zu nehmen. Auch davon halte ich persönlich nichts, da es nicht immer möglich ist (zum Beispiel, wenn direkt daneben eine Straße ist oder der eigene Hund noch nicht auf den Rückruf hört). Für den ersten Moment halte ich die Leine in der Hand. Aber ich achte darauf, dass keine Spannung darauf ist. Meistens lasse ich die (Schlepp-) Leine dann fallen, weil Loki meistens zum Spielen auffordert. Je nachdem, wie der fremde Vierbeiner darauf reagiert, nehme ich die Leine dann wieder auf und versuche meinen Hund wieder zu mir zu holen. Das klappt bei uns mit einem Umkehrsignal schon recht gut. 

Übrigens: Seit dem Beginn seiner Pubertät ist Loki zu 99% immer an der (Schlepp-) Leine, da wir immer noch den Rückruf üben. Daher sollte er gerade jetzt keine Möglichkeit zu haben abzuhauen. Außerdem ist in der Stadt sowieso Leinenpflicht und ich persönlich finde es auch wichtig sich daran zu halten – schon aus Rücksicht anderer gegenüber.

Und jetzt wollen wir von Dir wissen: Warst Du schon einmal in der Situation, dass ein fremder unangeleinter Hund zu Dir kam? Wie hast Du darauf reagiert? 

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