5 Tipps für einen stressfreien Umzug mit Hund

Loki auf dem Balkon nach Umzug

In den letzten Wochen ist es still geworden auf diesem Blog. Das hat auch einen Grund, denn wir sind umgezogen – und hatten fast einen Monat (!) lang kein Internet. Ein Umzug ist immer mit viel Stress verbunden. Besonders, wenn Kinder und/oder Haustiere involviert sind. In unserem Fall war es ein neun Monate alter Junghund, dem das Ganze mehr als Spanisch vorkam. Wie wir alles trotzdem gemeistert haben verraten wir Dir in unseren 5 Tipps für einen stressfreien Umzug mit Hund:

1. Packe Deine Umzugskartons so früh wie möglich

Loki mit Umzugskartons

Ich habe rund zweieinhalb Wochen vor dem Umzugstermin mit dem Packen angefangen. Neben dem Ausmisten habe ich jeden Tag ein paar Kisten gepackt. Loki fand das anfangs sehr interessant aber trotzdem war es für ihn verwirrend. Warum packt Frauchen immer mehr Sachen weg? Die Kartons haben wir dann im Schlafzimmer gestapelt, welches für ihn tabu ist. So blieb sein „Revier“ so lange wie möglich intakt. Die Sachen Deines Hundes solltest Du auch erst ganz zum Schluss einpacken.

 2. Behalte die Routine Deines Hundes bei

Je näher der Umzugstag kam, desto mehr wurde es zu einem Balance-Akt alles unter einen Hut zu bekommen. Kisten packen frisst Zeit und der Hund fordert schließlich auch seine (gewohnte) Aufmerksamkeit und Beschäftigung ein. Wir haben versucht so gut es geht Loki’s gewohnte Routine beizubehalten. Fressen und Spaziergänge gab es also zu den gewohnten Zeiten. Wichtig ist es sich immer mal Zeit zu nehmen und sich mit dem Hund zu beschäftigen. Das heißt ihn auch geistig auszulassen. Wir haben dafür gerne Suchspiele in der Wohnung gemacht. Auch Dummy suchen finden (nicht nur) viele Labradore eine tolle Abwechslung. Das gibt gerade jungen Hunden etwas Sicherheit, denn sie merken ja, dass sich etwas verändert. Ideal wäre es, wenn Du Dir eine Woche vor und nach dem Umzug Urlaub nehmen könntest.

3. Das neue Revier vorab erkunden

Unsere neue Wohnung ist nicht weit von unserer Alten entfernt. Daher haben wir ein paar Gassigänge genutzt um Loki sein neues Revier zu zeigen. Den neuen Tapetenwechsel fand er sehr spannend und so konnte er sich auch mit den Gerüchen der anderen Hunde hier vertraut machen. Als wir die Schlüssel bekommen hatten haben wir Loki kurz vor dem Umzugstag auch zwei Mal mit in die neue Wohnung genommen. Dort wartete schon sein altes Körbchen, was wir als Ersatz behalten haben.

4. Bringe Deinen Hund an einen sicheren Ort

Am Umzugstag selber bin ich mit Loki schon in die Wohnung gefahren bevor die Helfer mit den Kisten und Möbeln angerückt waren. Eine Freundin kam dann noch dazu und leistete uns Gesellschaft. Damit Loki beim Reintragen der Kisten und Möbel nicht im Weg stand, haben wir ihn in ein separates Zimmer getan, wo er seine Ruhe hatte. In diesem Zimmer hatte er ein paar seiner Spielsachen, das alte Körbchen und seinen Wassernapf. Dazu gab es immer mal tolle Sachen wie einen gefüllten Kong oder Knochen, womit er sich auch mal alleine beschäftigen konnte. Damit er keine Angst kriegt war immer eine ihm vertraute Person da, die immer mal nachgeschaut hat. Und ein ausgiebiger Gassigang im neuen Revier hat etwas Normalität und Entspannung in die sonst recht stressige Situation reingebracht. Tipp: Idealerweise sollte Dein Hund diese „heiße Phase“ woanders verbringen, am besten an einem Ort der ihm schon vertraut ist. Leider war dies bei uns nicht möglich.

5. Erleichtere Deinem Hund die Eingewöhnung

Loki Wanderung Cospudener See

Nachdem der eigentliche Umzug geschafft ist kannst Du Dich leider (noch) nicht zurücklehnen. Jetzt heißt es den Bereich, in dem sich Dein Hund aufhalten soll, so schnell wie möglich wohnlich zu machen. Packe so viele Kisten wie möglich aus und/oder lagere sie in einem anderen Zimmer. Seine Schlaf- und Fressplätze sollten ebenfalls schon bereitstehen. Am besten ändern sich diese danach auch nicht mehr. Auch in dieser Abschlussphase des Umzuges solltest Du die bei #2 genannten Tipps beherzigen und Deinen Hund nicht vernachlässigen.

Loki hat sich übrigens mit der Umstellung seines Wohnortes etwas schwer getan. Die ersten Nächte wollte er nicht komplett alleine schlafen. Draußen war er mit den ganzen Eindrücken recht überfordert und hat gezogen ohne Ende. Und er hatte vor neuen Geräuschen, wie den Kirchenglocken, Angst. Erst nach einer Woche hatte sich Loki endlich in unserem neuen Zuhause eingelebt und er war wieder ganz der Alte. Da hilft nur eins: Viel Geduld, Verständnis und Konsequenz. Auch, wenn Du das frustrierende Gefühl hast bei der Erziehung Deines (Jung)Hundes wieder bei Null anzufangen.

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